Das Handwerksmuseum liegt auf dem Mühlenberg in der Nähe vom ehemaligen Standort der Suhlendorfer Bockwindmühle. In verschiedenen Gebäuden sind hier die Werk- und Arbeitsstätten von Schuhmacher, Töpfer, Schmied, Stellmacher, Sattler und Polsterer wieder aufgebaut. Ein Friseursalon der fünfziger Jahre, sowie die selten museal dokumentierten Bauhandwerke wie Klempner, Dachdecker, Tischler und Maler vermitteln den Besuchern tiefe Eindrücke vom starken Wandel des Handwerks in den letzten 100 Jahren.
Vieles kann erfahren werden durch sinnliches Erleben und Ausprobieren, zum Beispiel mit dem Stromgenerator, den Mahlsteinen und der Handmühle.
In der großen Ausstellungshalle wird das Müllerhandwerk mit vielen Modellen eindrucksvoll dargestellt. Auf dem Freigelände ist seit Juli 1999 die Bockwindmühle „Auguste” von 1810 wieder betriebsfähig und die Besucher können am Wochenende das Mahlen von Getreide erleben.
Besonderer Höhepunkt in jedem Jahr sind das Südheide-Dackelrennen an Himmelfahrt, der Deutsche Mühlentag am Pfingstmontag und das Mühlenfest.
Museumseingang
Ein wenig versteckt hinter Laub und Nadelbäumen befindet sich am Rande Suhlendorfs das Handwerksmuseum. Das Museum wurde 1974 als Mühlenmuseum gegründet.In der Eingangshalle wird durch Mühlenmodelle die historische Entwicklung vom Reibestein zur Mühle gezeigt.
Waldmühle früher
Mühlen gehören zur Suhlendorfer Geschichte: Eine Bockwindmühle stand auf dem Mühlenberg von 1752 bis 1844. Nach einem Brand wurde sie als Turmwindmühle in Massivbauweise wieder aufgebaut und arbeitete bis 1944 per Windkraft, danach mit Motorkraft. 1958 wurde die „Suhlendorfer Mühle“ stillgelegt. In den 1970er Jahren wurde sie als Turmcafé und Hotel umgebaut.
Auguste
Auf dem Museumsgelände befindet sich die 1810 gebaute Bockwindmühle „Auguste“ aus Alvesse bei Braunschweig. Die Mühle ist betriebsfähig und wird bei Führungen und Veranstaltungen in Arbeit gezeigt.
Stellmacher
Vielen jüngeren Besuchern sind zahlreiche Handwerksberufe, wie der des Stellmachers, unbekannt. Die Elektrisierung und Motorisierung hat besonders nach den 1950er Jahren eine starke Wandlung der Berufswelt verursacht.
Friseur
Aus einem Salon der 1950er Jahre stammt die Einrichtung des Friseurs im Museum. Einer der ausgestellten Dauerwellenapparate wurde sogar während der Notzeit nach dem Zweiten Weltkrieg vom Friseur selbst gebastelt.
Schmied
Die Schmiede aus Salzhausen, gebaut um 1800, befindet sich seit 1993 auf dem Museumsgelände. Die Geschicklichkeit des Schmiedes, die schwere Arbeit mit Hammer und Amboss und der Umgang mit dem Feuer faszinieren die Besucher.
Tel. 05820/370